Ballsportarten : Sichere Siege: Fußball und organisiertes Verbrechen oder wie Spiele manipuliert werden

Sichere Siege: Fußball und organisiertes Verbrechen oder wie Spiele manipuliert werden

EUR 10,00


Grauenhafte Übersetzung - Das Buch ist grauenhaft übersetzt worden. Hier hat anscheinend jemand mit dem Thema Sport bzw. Fussball seinen Erstkontakt gehabt. Zudem finden sich einige unvollständige Sätze und verdrehte Satzinhalte was den Lesefluss deutlich stört. Inhaltlich ist es ganz interessant, kommt aber an Andrew Jennings Foul! nicht heran.

Über die dunkle Seite der schönsten Nebensache der Welt.... - Nach der Lektüre dieses Buches kommt man leider doch immer mehr zur Überzeugung, dass, auch bei großen internationalen Fussballspielen, leider nicht immer alles sauber und fair abläuft. Der Autor selber prognostiziert im Vorwort, dass sich das Weltbild über den Fussball seitens des Lesers nach der Lektüre eintrüben wird. Glaubt man den in diesem Buch aufgeführten Indizien und Sachverhalten, so kann man dieser Prognose leider nichts entgegensetzen.Hill führt den Leser hinter die Kulissen der internationalen Wettmafia. Er zeigt Praktiken der Spielmanipulation auf und belegt durch umfangreiche Indizien anhand tatsächlich stattgefundener Spiele, auf welche Weise diese manipuliert worden sind. Hierbei handelt es sich auch um Spiele der WM 2006, die nach Ansicht von Hill Opfer von Wettmanipulatoren waren. Der Mut des Autor, der seine Doktorarbeit zu diesem Thema schrieb, ist bewundernswert. Durch die Offenlegung der in diesem Buch aufgeführten Sachverhalte, dürfte er sich mit Sicherheit in bestimmten Kreisen nicht unbedingt mehr Freunde gemacht haben. Auch wenn ein Großteil der aufgeführten Personen anonymisiert wurden, so zeigt er doch schonungslos Praktiken und Geschäftsgebahren der Wettmanipulatoren auf. Interviews mit Personen aus der Branche runden das Buch ab. Einzig der Sachverhalt, dass es sich überwiegend nur um Indizien hinsichtlich der angeblich manipulierten Spiele handelt, hinterlässt einen kleinen Beigeschmack bezüglich der Glaubwürdigkeit aller dargestellten Sachverhalte. MEIN FAZIT: Das Buch führt den interessierten Leser hinter die Kulissen der Wettmafia und gibt hier einen umfassenden und sehr guten Einblick. Empfehlenswert!

Ein Muss für jeden Fussball-Fan - Anfangs war ich äußerst skeptisch. Natürlich ist es kein Geheimnis, dass in ganz Europa in unteren Klassen und speziell in ärmeren Ländern immer wieder Fussball-Spiele verschoben werden. Das hat es schon immer gegeben. Aber Schiebungen bei einer WM? Und das auch noch in Deutschland? So etwas Absurdes wäre mir nie in den Sinn gekommen. Mehrere Spiele eines Turniers, das für einen Monat im Zentrum des Weltinteresses stand, sollen von asiatischen Spielmanipulatoren beeinflusst worden sein. Das Buch hat mir die Augen geöffnet: Hill führt nicht nur Indizien auf sondern beruft sich auf persönliche Unterhaltungen, die mit den Wettbetrügern vor Ort geführt wurden. Das er die Beweise - die Tonbandaufnahmen und Fotos - nicht veröffentlicht ist klar. Schließlich hängt er an einem Leben. Es geht um Unsummen, die mit diesen Betrügereien ergaunert werden - ein Milliarden-Geschäft. Alles ergibt einen Sinn. Sie fragen sich: Warum sollte ein gut verdienender Fussballer, der in seiner Heimat vergöttert wird, für Kleingeld absichtlich ein Spiel verlieren? Ganz einfach: einzelne Spieler in Teams, nehmen wir z.B. alle afrikanischen WM-Teilnehmer, verdienen gar nicht so viel, wie man immer annimmt. Das meiste Geld landet in den Taschen der Funktionäre des Landesverbandes. Warum also nicht leicht verdientes Geld annehmen, wenn man das Turnier ohnehin nie gewinnen könnte und es auch niemand von einem erwartet? So abwägig ist die Idee nicht.

Es bleibt ein Nachgeschmack...von Eitelkeit! - Ich habe das Buch mit Interesse gelesen und ich glaube sicher, dass im Fussball einzelne Spiele geschoben oder Spieler bestochen werden. Gerade für unterklassiger Fussballer ist das verlockend!Was mir aber am Buch überhaupt nicht zusagt ist, dass der Autor viel viel Füllmaterial verwendet, überhaupt und oft zwischen den narrativen Ebenen willkürlich wechselt, um ein Argument mit einem anderen, welches nicht zum vorliegenden Fall gehört, wieder zu unterfüttern. Das ist nicht unbedingt vertrauenserweckend, wenn es um die Qualität der Beweise und Indizien geht. Dieser wollte der Autor auf seiner Webseite präsentieren. Bis heute habe ich auf der Seite nichts gefunden. So bleibt eine spannende Geschichte ohne wirkliche Beweise. Was mir auch aufgefallen ist, dass ich von Declan Hill kein Foto ohne Pose und auch bei seinen Fernsehauftritten viele eingübt wirkende Gesten entdecken konnte. Das ist entweder eitel oder effekthaschend, aber vor allem ist es auffallend, dass der Journalist Hill für jedes Thema die perfekte Pose und Kleidung parat hat.

Ein ungutes Gefühl - Ich bin also drauf rein gefallen. Allerdings weiß ich noch nicht genau, worauf eigentlich: Entweder auf die ausgeklügelte Marketingkampagne, die die Erscheinung dieses Buches begleitet hat, oder aber auf den organisierten Fußball in Form von Bundesliga-, Championsleague- oder aber internationlen Spielen, die ich seit langer Zeit intensiv in der Erwartung verfolge, die Beteiligten gäben ihr Bestes. Dass bereits die Lektüre eines Buches Zweifel an der Redlichkeit aufkommen lässt, mag für die zweite Ausgangsvermutung und somit für das Buch sprechen. Andererseits bleibt der Autor letzte Beweise für die Manipulation großer Spiele schuldig. Dennoch: Es verbleibt ein ungutes Gefühl. Fußballspiele (auch oder gerade vergangene) betrachtet man nun mit anderen Augen. Alles in Allem würde ich das Buch dennoch nicht noch mal lesen, da sich viele der Anekdoten wiederholen und letztlich immer wieder dasselbe rüberbringen sollen. Und über den gegebenenfalls brisanten Inhalt über die vermeintlich verschobenen Spiele der WM 2006 wird man ohnehin in den Medien gut informiert. Wirklichen Mehrwert schafft die Lektüre des Buches hier nicht. Hinzu kommt eine sehr schlechte Übersetzung, die den Lesefluss sehr stark stört. Übrigens: Ganz sparen können hätte sich der Autor die vollkommen deplatzierten und das Thema des Buches nicht tangierenden Äußerungen über - von ihm unterstellten - Rassismus in Deutschland. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Autor letztlich nur Seiten zu füllen versuchte. Zumindest ist dies ein Eindruck, der sich mir an manchen Stellen im Buch aufdrängte.




Sichere Siege: Fußball und organisiertes Verbrechen oder wie Spiele manipuliert werden